Beifuß (Artemisia vulgaris)


steckbrief

Fundort: Auf nährstoffreichen Böden, an Feld- und Wegrändern
Fundzeit: Vom Frühling bis in den späten Herbst
Bewertung: Heilpflanze, wirkt antimikrobiell, verdauungsfördernd und leicht beruhigend. KEINEN SCHWANGEREN  

                   TIEREN FÜTTERN!

 Merkmale: Mehrfach gefiederte Blätter mit einer dunkelgrünen Oberfläche und einer silbrigen Unterseite


Beifuß ist schon seit langem bekannt und hat wahrscheinlich seit Tausenden von Jahren einewichtige rituelle Bedeutung. Vor allem als Schutz vor Bösem, bei Reinigungsritualen und bei Reisen, sei es in wirklich körperlichem Sinne oder im geistlichen, wurde er verwendet. So sollte Beifuß böse Geister oder Hexen fernhalten.  Besonders bei den Feierlichkeiten zur Sommersonnenwende hatte
er eine große Bedeutung. Im alten Griechenland gewann er dann zudem Bedeutung in der Frauenheilkunde. Aber auch die wurmtreibende
und entzündungshemmende Wirkung wurde schon erkannt.

Wie viele Pflanzen über die ich hier schreibe, ist auch der Beifuß als Unkraut verhasst und unscheinbar. Er ist meist mannshoch (60 cm bis 2 m) und hat dunkelgrüne, tief eingeschnittene Laubblätter. An der Unterseite sind die Blätter silbrig behaart,woran man den Beifuß gut erkennen kann. Die Blütenstände sind meist relativ klein und grünlich, gelblich bis bräunlich und sind kaum als Korbblüten zu erkennen. Pflückt man den Beifuß, verströmt er einen aromatisch, salbei-ähnlichen Geruch. Man findet ihn meist
an trockenen, sonnigen und kargen Orten, so wie Wegrändern.

Viele werden den Beifuß als Kraut zu fetten Speisen, wie Gänsebraten kennen, aber in Maßen genossen kann er vieles mehr. Er ist reich an ätherischen Ölen, die z.B. Kampfer, Thujon, Cineol und Linalool
enthalten, aber auch Sesquiterpenlactonen, Flavonoiden und vielem mehr. Besonders das ätherische Öl gibt dem Beifuß den starken geruch und
Geschmack.

 

 Als Tee genossen kann er so bei Verdauungserkrankungen und -störungen helfen und sogar bakterielle Infektionen des Verdauungstraktes bekämpfen (z.B. Salmonellen). Auch andere Infektionen, sowohl innen als auch außen kann er entgegenwirken und die Entzündungen lindern.

 

 

Bei unseren pelzigen Lieblingen wird oft vor dem Beifuß gewarnt, wegen dem Gehalt an Thujon und ätherischen Ölen. Aber hier kommt es auf die Menge an! Gibt man zu der Wiesenmischung nur etwas des aromatischen Krautes hinzu, kann er bei Verdauungsproblemen helfen, Entzündungen und Infektionen lindern und hilft bei Darmparasiten. Hier muss erwähnt  werden, dass er keinesfalls als Ersatz von Medikamenten benutzt werden sollte, sondern als Ergänzung. Dann erzielt man die besten Resultate.
Für Kaninchenbesitzer sei erwähnt, dass Beifuß starke pilzhemmende Eigenschaften besitzt, also eventuell auch bei der Bekämpfung von Enzephalitozoonose genutzt werden kann.