knoblauchsrauke (alliaria petiolata)


steckbrief

Fundort: Stickstoffzeiger, der im Halbschatten wächst. Auf Wiesen, Weg- und Feldrändern

Fundzeit: Frühling bis Herbst

Bewertung: Mäßig beliebte Futterpflanze mit schleimlösender, antibakterieller, wundheilender, antiasthmatischer, anregender und

                   wundheilender Wirkung

Merkmale: Dreieckige, hellgrüne Blätter mit gekerbtem Blattrand. Knoblauchartiger Geruch beim Zerreiben der Blätter


Die Knoblauchsrauke (Allaria petiolata) ist eine Pflanze der man überall begegnet. Die meisten Gärtner entfernen sie im Frühling in Massen als Unkraut, doch sie ist ein geschmackvolles Küchen- und Heilkraut.

Ihre leicht nach Knoblauch schmeckenden, leicht scharfen Blätter kann man im Salat oder im Kräuterquark genießen oder ein pikantes Pesto daraus zubereiten. Vor der Blüte schmecken die Blätter am intensivsten. Die reifen Samen in den Schoten schmecken zerstoßen als Pfeffer leicht scharf und wird "WilderPfeffer" genannt. Nur Kochen darf man sie nicht, da die Pflanze dann ihr Aroma verliert.

Aber Auch als Heilpflanze hat sie großes Potenzial. Die Knoblauchsrauke wirkt schleimlösend, desinfizierend, anregend, antiasthmatisch und wundheilend, was sie wahrscheinlich ihren etwa 44 Inhaltsstoffen verdankt. Unter anderem enthält sie Senfölglykoside, die antimikrobiell wirken, Eugenol, das ebenfalls antimikrobiell, entzündungshemmend und krebsvorbeugend wirkt und Methylsalicylat, was ebenfalls entzündungshemmend wirkt. Auch deswegen ist sie eine gute Futterpflanze für Kaninchen, Meerschweinchen und teilweise auch für Degus und Chinchillas.

Sie ist nun fast verblüht und wächst überall, wenn Sie sie noch pflücken wollen, sollten Sie sich beeilen.

 

Quelle: Blazevic und Mastelic; 2008; Croatica             Chemica ACTA